Die Verbindung Zwischen Stress Und Krebs
Die Verbindung Zwischen Stress Und Krebs

Video: Die Verbindung Zwischen Stress Und Krebs

Video: Die Verbindung Zwischen Stress Und Krebs
Video: Was ist die Verbindung zwischen Telomerase und Krebs 2023, Dezember
Anonim

Ob es uns gefällt oder nicht, Stress ist ein Teil unseres Lebens. Wie wir mit diesem Stress umgehen, kann erhebliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Stress kann eine Reihe von Gesundheitsproblemen verursachen, von Angstzuständen über Bluthochdruck bis hin zu Herzinfarkten. Neue Forschungen untersuchen nun, ob Stress zur Entstehung von Krebs führen kann.

Derzeit hat keine Forschung einen direkten Zusammenhang zwischen Stress und Krebs gezeigt. Es gibt jedoch einige überzeugende Untersuchungen, die zeigen, dass möglicherweise ein indirekter Zusammenhang zwischen Stress und Krebs und dem Fortschreiten des Krebses besteht. Studien haben gezeigt, dass Stress indirekt Krebs fördern kann, indem er das Immunsystem schwächt oder dem Krebs hilft, Zellen wachsen zu lassen.

Es wurde festgestellt, dass Stress das Immunsystem negativ beeinflusst. Typischerweise kann ein gesunder Körper abnormale Zellen identifizieren und abtöten, bevor sie einen Tumor bilden. Ein gestresstes Immunsystem ist jedoch geschwächt und es fehlt diese normale Funktion. Dies macht es anfälliger für die Entwicklung und das Fortschreiten von Krebs.

Zusätzlich bewirkt Stress, dass eine Person hohe Spiegel der Hormone Cortisol und Adrenalin (Adrenalin) freisetzt. Mehrere Studien haben gezeigt, dass diese Hormone Krebszellen gegen den Tod resistent machen (insbesondere Brust- und Prostatakrebszellen). Daher können erhöhte Spiegel dieser Hormone das Wachstum von Krebszellen unterstützen. Dies ist eine wichtige Tatsache, da dies die Krebszellen gegen eine Behandlung resistent machen könnte. Untersuchungen haben gezeigt, dass Stress im Gegensatz zur Krebsentstehung einen größeren Einfluss auf das Wachstum und die Ausbreitung von Krebszellen hat. Dies wird durch eine im Journal of Clinical Research veröffentlichte Studie gestützt, die zeigte, dass Adrenalin das Tumorwachstum und die Tumorausbreitung direkt unterstützt.

Neben Stress, der das Immunsystem beeinträchtigt und das Wachstum krebserregender Zellen unterstützt, führt anhaltender Stress auch dazu, dass Personen ungesunde Verhaltensweisen annehmen. Diese Verhaltensweisen umfassen Rauchen, Trinken, übermäßiges Essen und Drogenkonsum in der Freizeit. Alle diese Verhaltensweisen sind bekannte Faktoren, die das Krebsrisiko erhöhen.

Das Fazit ist also, dass es an der Zeit sein könnte, ein wenig über Stressabbau nachzudenken. Reina Marino, MD, hat mit der American Cancer Society zusammengearbeitet, um eine Stressreduktionsklasse für Krebspatienten und Überlebende zu entwickeln. Diese Techniken können jedoch von jedem verwendet werden, der sein Stresslevel verringern möchte. Die Techniken, die Dr. Marino erwähnt, umfassen:

1. Tiefes Atmen - Das Atmen aus dem Bauch und nicht aus der Brust versorgt Ihren Blutkreislauf mit mehr Sauerstoff. Dies wird Ihnen helfen, Ihre Emotionen zu kontrollieren und ruhig zu bleiben.

2. Mediation - Dies kann alleine oder in einer Gruppe erfolgen. Mediation beruhigt Ihren Körper, indem sie sich auf eine Sache konzentriert, sei es ein Objekt, eine Phrase oder Ihre Atmung. Die gebräuchlichste Art, Mediation zu üben, besteht darin, ein Sprichwort auszuwählen, das Sie mit Ihrer Atmung koordinieren können.

3. Bilder - beinhaltet die Erstellung eines mentalen Bildes, das Ihnen helfen kann, sich zu beruhigen und zu entspannen. Versuchen Sie, alle Ihre Sinne zu nutzen, um das mentale Bild zu verbessern.

4. Achtsamkeit - beinhaltet die Konzentration auf die Gegenwart. Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Umgebung zu genießen - nehmen Sie sich Zeit, um „die Rosen zu riechen“.

Obwohl ein direkter Zusammenhang zwischen Stress und Krebs noch nicht gefunden wurde, ist bekannt, dass Stress eine Reihe von Gesundheitsproblemen verursacht. Es ist keine schlechte Idee, Ihren Stress abzubauen, um das Risiko dieser anderen Gesundheitsprobleme zu minimieren. Und wer weiß, dass Sie indirekt auch dazu beitragen können, Krebs zu bekämpfen.

Empfohlen: